Um die gedeckten Güterwagen einfacher mit Gabelstablern zu beladen kaufte die DSB 1960 zehn geschlossene Einheitswagen von der deutschen SE-AG. (Siegener Eisenbahnbedarf AG). Sie brachen völlig mit dem üblichen Konzept, Wagenkästen aus Brettern zu bauen, da der Typ vollständig aus Stahl mit zwei breiten Schiebetüren auf jeder Seite hergestellt wurde. Auf diese Weise konnte man durch Öffnen einer Tür nach der anderen die gesamte Wagenlänge beladen. Die verschiebbaren Seitenwände ermöglichten einen guten Zugang zum gesamten Laderaum. Dadurch eignete sich der Wagen besonders für den Transport palettierter Güter, die mit maschinellen Verladegeräten (Lastkraftwagen etc.) von Rampen etc. aus be- und entladen werden konnten.

Alle Wagen des neuen Typs hatten einen kürzeren Radstand als die normalen G-Wagen, nämlich 5400 mm, da der Typ ähnlich wie die E-Wagen ein Standard-UIC-Fahrwerk erhielt. Da das Fahrwerk des Hs kürzer war als das des Gs-Wagens mit hölzernem Aufbau und mehr transportieren konnte, nämlich maximal 27,5 Tonnen, war der Nutzungsgrad pro Wagen größer, was u.a. ein Vorteil bei den Fährüberfahrten war.

Durch das Verschrauben des Unterteils mit dem Oberteil an den vier Ecken lassen sich die unschönen Spalten zwischen Fahrwerk und Aufbau auf ein Minimum reduzieren.

Die SEAG-Wagen hatten keine Dänischen Ranger-Schraubenbremsen, sondern eine KE-GP-Druckluftbremse. Die Wagen, die bei der DSB den Buchstaben Hs mit den Nummern 49 900–49 909 erhielten, waren eine gelungene Konstruktion. Ab 1961 wird der Gattungsname in Hs-t geändert. Mit Umstellung auf EDV-gerechte Nummerierung erhielten sie die Bezeichnung litra Hims mit den Nummern 211 4 990 – 999.

